Umrechnung

Stundenlohn-Rechner

Wie viel verdienst du pro Stunde wirklich? Gib dein Jahresbrutto ein und passe die Arbeitszeit an — der Rechner zieht Urlaub, Feiertage und Krankheitstage ab und zeigt dir den echten Brutto- und Nettostundenlohn.

Eingaben
Bruttostundenlohn
21,63 €
1.880 Stunden netto pro Jahr
Nettostundenlohn: 14,00 € — das bleibt dir nach Steuern und Sozialversicherung pro geleisteter Stunde übrig.

Wie sich der echte Stundenlohn berechnet

Der auf dem Papier stehende Stundenlohn ist oft eine Schätzung. Wer ernsthaft wissen will, was eine Arbeitsstunde wert ist, muss die tatsächliche Arbeitszeit zugrunde legen — und die ist kleiner, als man denkt. Urlaub, gesetzliche Feiertage und durchschnittliche Krankheitstage reduzieren die produktiven Stunden im Jahr erheblich.

Die Rechnung Schritt für Schritt

Zuerst die Jahresarbeitsstunden ohne Abzüge: Wochenstunden mal 52 Wochen. Bei einer 40-Stunden-Woche sind das 2.080 Stunden. Davon zieht man nun die abzüglichen Zeiten: Jeder Urlaubstag kostet bei Vollzeit 8 Stunden, jeder Feiertag ebenso, jeder durchschnittliche Krankheitstag ebenfalls. Bleiben bei 30 Urlaubstagen, 10 Feiertagen und 5 Krankheitstagen noch 1.880 produktive Stunden.

Jahresbrutto ÷ (Wochenstunden × 52 − Abzugstage × Tagesstunden) = echter Bruttostundenlohn

Teilt man nun das Jahresbrutto durch diese 1.880 Stunden statt durch die vollen 2.080, fällt der Stundenlohn höher aus. Genau das ist der Punkt: Die produktive Stunde ist mehr wert als die nominelle, weil in jeder bezahlten Stunde auch ein Stück Urlaub, Feiertag und Krankheitsschutz steckt.

Brutto- oder Nettostundenlohn?

Der Bruttostundenlohn ist die Kennzahl, die Arbeitgeber und Tarifverträge verwenden. Für dich persönlich ist der Nettostundenlohn aussagekräftiger: Er zeigt, was dir nach allen Abzügen tatsächlich pro Stunde bleibt. Bei 45.000 Euro Jahresbrutto in Klasse I sind das statt 21 Euro brutto nur noch rund 14 Euro netto pro Stunde.

Praxisbeispiel: Ein Jobangebot mit 22 Euro brutto klingt gut — bei 1.880 Netto-Stunden sind das rund 41.360 Euro Jahresbrutto. Nach Steuern und Sozialversicherung bleiben davon etwa 26.000 Euro, also rund 13,80 Euro netto pro Stunde. So vergleichst du Angebote unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle fair.

Teilzeit, Minijob und Werkstudenten

Für Teilzeitkräfte ändert sich die Rechnung nicht im Prinzip, nur die Wochenstunden sinken. Bei 20-Stunden-Woche halbieren sich auch die Jahresarbeitsstunden. Der Stundenlohn bleibt aber gleich, solange der Arbeitgeber denselben Stundensatz zahlt — was gesetzlich für vergleichbare Tätigkeiten sogar vorgeschrieben ist. Für Minijobs und Werkstudenten lohnt sich zudem ein Blick in unseren Minijob-Rechner, weil hier die Abzüge anders funktionieren.

Vorsicht Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn gilt pro Stunde. Wer scheinbar über dem Mindestlohn liegt, kann durch Pflege- oder Feiertagszuschläge, durch unbezahlte Pausen oder durch Überstunden ohne Ausgleich de facto darunter rutschen. Der echte Stundenlohn ist deshalb ein guter Kontrollwert, um zu prüfen, ob eine Stelle den Mindestlohn tatsächlich einhält.