Median-Gehälter nach Branche und Bundesland — nicht als nackte Zahlen, sondern mit Einordnung. Filtere nach Beruf oder Region und vergleiche dein eigenes Gehalt mit dem Markt. Alle Werte als Jahresbrutto, orientiert an den Entgeltstatistiken der Bundesagentur für Arbeit.
| # | Branche / Region | Median (Jahr) | Typische Spanne | Einordnung |
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Werte als gerundeter Median des Jahresbruttos, orientiert an den Entgeltstatistiken der Bundesagentur für Arbeit. Spannen verstehen sich typische Bereiche vom Einstiegs- bis zum erfahrenen Gehalt. Individuelle Abweichungen sind normal — siehe Haftungsausschluss.
Ein Median allein erklärt wenig. Erst im Zusammenspiel mehrerer Faktoren entsteht ein realistisches Bild davon, was fair ist.
Die Branche ist der stärkste Einzelfaktor. IT und Ingenieurwesen liegen typischerweise 30 bis 50 Prozent über Gastronomie oder Einzelhandel — bei gleicher Qualifikation.
Süddeutschland und Hessen zahlen am meisten — aber die Lebenshaltungskosten sind auch höher. Kaufkraft ist aussagekräftiger als der absolute Euro-Betrag.
Zwischen Einstieg und zehn Jahren Berufserfahrung verdoppelt sich das Gehalt häufig. Danach flacht die Kurve ab, Spezialwissen kann sie aber weiter treiben.
Konzerne zahlen im Schnitt mehr als KMU, bieten aber oft weniger Gestaltungsspielraum. Start-ups gleichen niedrigere Festgehälter mit Anteilen aus.
Ein Studienabschluss bringt im Schnitt rund 25 Prozent mehr als eine abgeschlossene Ausbildung — mit großen Unterschieden je nach Fach.
Wer nicht fragt, bekommt nichts. Studien zeigen, dass erfolgreiche Verhandlungen den Lebensverdienst um fünf- bis sechsstellige Beträge heben. Mehr im Verhandlungs-Leitfaden.
Der Median ist die Gehaltsmitte: Genau die Hälfte der Beschäftigten in einer Gruppe verdient mehr, die andere Hälfte weniger. Er ist robuster als der Durchschnitt, weil einzelne extrem hohe Gehälter ihn nicht verzerren. Dennoch sagt ein Median allein wenig über deine persönliche Situation aus — er ist ein Ankerpunkt, kein Zielwert.
Eine Softwareentwicklerin mit fünf Jahren Erfahrung in München liegt typischerweise über dem Branchenmedian, eine Pflegekraft mit derselben Erfahrung in Mecklenburg-Vorpommern darunter. Beides ist nicht falsch — es spiegelt unterschiedliche Märkte und Lebenshaltungskosten wider. Sinnvoll wird der Vergleich erst, wenn du Branche, Region und Erfahrungsstufe zusammen betrachtest.
Die Tabelle zeigt Jahresbrutto. Was davon netto bleibt, hängt von deiner Steuerklasse, Kirchensteuer und Sozialversicherung ab — unser Brutto-Netto-Rechner rechnet das auf den Cent durch. Noch aussagekräftiger als der absolute Betrag ist die Kaufkraft: 50.000 Euro in München sind weniger wert als 42.000 Euro in Leipzig, weil Miete und Alltag deutlich mehr kosten.
Die Werte orientieren sich an den Verdienststatistiken der Bundesagentur für Arbeit und ergänzenden Erhebungen des Statistischen Bundesamtes. Sie sind gerundet und verstehen sich als Orientierungswerte, nicht als verbindliche Tarife. Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und individuelle Verträge können deutlich davon abweichen. Für eine verbindliche Einordnung deiner Situation hilft ein Blick in den passenden Tarifvertrag deiner Branche.